Alter Brunnenschacht markiert den Mittelpunkt von Ortenberg

03. Jun 2022

Mit einem außergewöhnlichen Ensemble wurde die neue Ortsdurchfahrt weiter aufgewertet: Exakt am geografischen Mittelpunkt der Gemarkung eröffnet sich mit einem freigelegten und nachts beleuchteten alten Brunnenschacht ein Blick in Ortenbergs Tiefen!

Die Straßenbauarbeiten in der Hauptstraße sind weitestgehend abgeschlossen. Es fehlen nun noch - bedingt durch Lieferengpässe - die Möblierung der Gehwege sowie die neue Beschilderung. Dennoch wurden nun im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit den am Bau Beteiligten und den Anwohnern am 2. Juni die Straßenbaumaßnahmen für die letzten beiden Bauabschnitte in der Ortsdurchfahrt abgeschlossen. Musikalisch umrahmt wurde die kleine Feier von Petra Siebert und Emil Riehle. 

Die Feier war verbunden mit der Lüftung eines kleinen „Geheimnisses“:

Denn bei den Baumaßnahmen wurde bei der Einmündung des Freudentals in die Hauptstraße ein alter und zum Erstaunen aller Beteiligten vollkommen intakter Brunnenschacht entdeckt.

.Hier befand sich von alters her der „Johannisbrunnen“, ein Ziehbrunnen zur öffentlichen Trinkwasserversorgung. 1787 wurde dieser erneuert und mit der Statue des heiligen Johann Nepomuk aufgewertet. Der Brunnen wurde 1932 erneut umgebaut und an das neue örtliche Wasserleitungsnetz angeschlossen. 20 Jahre später hat man die oberirdischen Brunnenteile auf die Straßen-Mittelinsel beim Gasthaus „Ochsen“ versetzt.

Kurioserweise befindet sich der Brunnenschacht exakt an jener Stelle, die den geometrischen Schwerpunkt und damit den geografischen Mittelpunkt des Gemeindegebietes von Ortenberg markiert! Die "Radnabe" von Ortenberg, wie der Bürgermeister es nannte und anhand eines Modells anschaulich erklärte. Daher soll der Brunnenschacht für alle sichtbar erhalten werden. Er ist nun als Sitzgruppe mit einer – mit Spenden der Sparkassen-Regionalstiftung und der Elektrofirma Gmeiner finanzierten - begehbaren Glasscheibe ausgestattet und zu den Nachtstunden von innen beleuchtet.

Ein echter „Hineingucker“ und eine interessante und außergewöhnliche Aufwertung unserer neuen Ortsdurchfahrt.