Nepomuk-Sanierung abgeschlossen

31. Jul 2021

Im Rahmen der Ortskernerneuerung wurde mit stimmiger Kulisse, Bepflanzung, Ruhebank und einem effektvollen und doch unaufdringlichen Lichtkonzept der marode barocke Nepomukbrunnen zu einem echten Postkartenmotiv umgestaltet.

Die Ortenberger Ortskernerneuerung erstreckt sich auf viele Bereiche. So sind neben der Neugestaltung öffentlicher Verkehrs- und Aufenthaltsflächen und der Sanierung von privaten Wohngebäuden auch die Schaffung von öffentlichen Einrichtungen wie die Arztpraxis, das Seniorenzentrum, eines Kindergartens oder des neuen Gemeindebauhofs Bestandteile diese Großprojektes. Aber auch Kleinode in den Seitenbereichen der Ortsdurchfahrt stehen im Fokus bei der Ortenberger Ortskernerneuerung.

So wurde etwa im letzten Jahr die Parkanlage beim Kriegerdenkmal behutsam neu gestaltet. Nun wurde auch der umgestaltete und an einen neuen Standort versetzte Nepomuk-Brunnen fertig gestellt.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde, zu der alle an diesem Projekt unmittelbar Beteiligten eingeladen waren, musikalisch umrahmt vom Gesangverein mit Brunnenliedern und einer Bläsergruppe mit Motiven aus Händels Wassermusik, wurde dieses barocke Juwel nun seiner Bestimmung übergeben.

Aus verschiedenen – insbesondere auch verkehrssicherheitsbedingten – Gründen wurde der Brunnen an den jetzigen Standort verlegt. Nun erhielt er wieder die ursprüngliche Form eines Ziehbrunnens und ist damit wieder von allen Seiten „erlebbar“, erläuterte die Steinmetzin Claudia Beinert.

Restaurator Bernhard Wink machte deutlich, wie dringend notwendig die Sanierung der auf dem Querbalken angebrachten Heiligenfigur war, denn diese war durch Witterungseinflüsse bereits stark in ihrer Substanz gefährdet. Er ging auch auf die Popularität des Brückenheiligen in Süddeutschland und insbesondere in den – wie die Ortenau – ehemals habsburgischen Gebieten ein. So ist der heilige Nepomuk auch Schutzpatron gegen Hochwasser!

Mit stimmiger Kulisse, Bepflanzung, Ruhebank und einem effektvollen und doch unaufdringlichen Lichtkonzept entstand nun ein echtes Postkartenmotiv. Die Gesamtkosten der Sanierung einschließlich Möblierung und Beleuchtung betragen ca. 24.000 EUR. Initiiert wurde die gesamte Sanierung durch die Gertrud-von-Ortenberg-Bürgerstiftung, die diese auch finanzierte. Unterstützung fand diese bei der Regionalstiftung der Sparkasse. Die gesamte Beleuchtung ist eine Spende der Elektro-Gmeiner GmbH aus Ortenberg und auch Einzelpersonen haben mit Tatkraft und Spenden zum Gelingen des Werks beigetragen.

Ihnen allen gebührt ein herzliches Vergelt`s Gott. Mit dieser gelungenen Gemeinschaftsaktion hat die Ortenberger Bürgerschaft ein wunderbares Schmuckstück geschaffen!